Arnold zum heutigen Bodybuilding

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Arnold zum heutigen Bodybuilding

Beitragvon Dr_Frottee » 18 Mär 2015, 16:48

Sollte man sich mal anhören. Da drückt er mMn sehr diplomatisch aus, daß er das heutige BB schon fast verachtet. :-o
Damit gewinnt er zumindest bei mir wieder einige Sympathiepunkte!

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Re: Arnold zum heutigen Bodybuilding

Beitragvon Bloody Bonnie » 18 Mär 2015, 17:58

Ăśbersetze ich das richtig, als er ĂĽber die Form spricht? Die Stelle, wo er kurz ins Stottern kommt?

"Einigen der Jungs kommt der Magen raus.... Worüber reden wir hier eigentlich? .....Es sollte eine V-artige Körperform sein...... Heute ist es eher, ich weiß nicht, so eine Art Flaschenform." :))

Ist das so ungefähr richtig?

Wow. Dann teilt er den Teilnehmern der Wettkämpfe grad mal so eben mit, dass sie Scheiße aussehen. :))

War wohl grad kein Pro in der Halle........ #:-s
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Re: Arnold zum heutigen Bodybuilding

Beitragvon Dr_Frottee » 18 Mär 2015, 18:14

Magen -- Bauch ...

Ja, exakt so hab ich das auch verstanden. Insgesamt hab ich seine Aussagen als SEHR diplomatische Umschreibung von "Das heute ist doch totale Kacke!!!" verstanden.

Wie gesagt -- er hat damit bei mir Sympathiepunkte gesammelt. ;) :-bd

Oder an anderer Stelle (sinngemäß aus dem Kopf): "Wenn man Steve Reeves am Strand sah, fand man ihn geil und wollte auch so aussehen. Von den heutigen Pros kann man das nicht behaupten."

Ich finde, er macht sich wieder. Die Zeit als Governator hat ihm bzgl. des Charismas massivst geschadet (Politik = viel reden ohne was zu sagen).
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Re: Arnold zum heutigen Bodybuilding

Beitragvon Tomcat » 18 Mär 2015, 18:50

:-bd Endlich sagt mal einer deutlich, was doch vermutlich alle denken (sollten). Bei der Beurteilung ist doch ganz offensichtlich etwas verdammt aus dem Ruder gelaufen.
Ich habe keine Ahnung, welchen Regeln die Juroren bei der Bewertung zu folgen haben, aber so wie die heutigen Sieger aussehen, kann "Muskelmasse" eigentlich nur das einzige Kriterium sein. :-??
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Re: Arnold zum heutigen Bodybuilding

Beitragvon Dr_Frottee » 19 Mär 2015, 00:11

Die Kriterien sind mWn die gleichen wie schon ganz frĂĽh im BB -- in dieser Reihenfolge:

1. Muskelmasse
2. Definition
3. Harmonie, Symmetrie und Linie

Früher war es irgendwann mal so, daß bei der Masse eine natürliche Grenze war. Wurde diese von mehreren Athleten erreicht, konnten sie sich nur noch über Definition und Härte einen Konkurrenzvorteil verschaffen. Auch hier gab es eine natürliche Grenze. Und dann kamen Harmonie, Symmetrie und Linie ins Spiel.

Heute mit Wachs und Öl werden ungeahnte "Massen" möglich. Aber eben ohne Härte und Linie -- beides wird durch Wachs + Öl kaputt gemacht. Und da Masse über alles andere siegt, sehen wir eben genau jene Gestalten auf der Bühne, die wir auf der Bühne sehen.

Eine untergeordnete Rolle mag das involvierte Geld spielen. Früher bekam der Mr. O mit Glück 1.000$. D.h.: ALLE Teilnehmer betrieben den Sport aus Liebe zum Sport. Finanziell zahlten im Prinzip alle drauf. Heute sichern die Pros damit ihren tw. luxuriösen Lebensunterhalt. Jeder Pro hat heute zusätzlich Werbeverträge in tw. Millionenhöhe (für mehrere Jahre).

Da ist nix mehr mit Liebe zum Sport und Verfolgung eines Ideals. Da geht's nur noch darum: "Als Sieger bekomme ich viel Geld. Was muĂź ich tun, um zu gewinnen?"

Das Geld macht den Sport (jeden Sport, jede Kunst, jede Leidenschaft) kaputt. Das Geld raubt allem die Seele. Kann dazu sehr empfehlen von Dan Ariely: Denken hilft zwar, nĂĽtzt aber nichts.

Daher kann ich auch nicht nachvollziehen, warum die Natural-Verbände jetzt auch auf die Preisgeldschiene aufspringen. Damit machen sie die Seele dieses Sports genauso kaputt, wie es die anderen Verbände vorher schon gemacht haben. Hat was mit "Verschiebung von Normen" zu tun (siehe bei Ariely). Generell scheint Geld oder auch nur der direkte oder indirekte Gedanke an Geld dafür zu sorgen, daß der Mensch egoistisch wird und sämtliche anderen Normen durch die Normen des Marktes ersetzt. Also letztendlich: Wofür gibt's wie viel (Geld) und was muß ich dafür tun?

Eine Möglichkeit, den Massewahn aus der Bewertung herauszunehmen, wäre die Einführung von Klassen, wo Athleten ähnlichen Ausmaßes in jeweils einer Klasse starten. Hatte dazu mal einen Artikel auf FST-Life geschrieben.

Hatte sogar mal mit Vertretern der GNBF darüber gesprochen. Der Kommentar war (leider) sinngemäß: "Das ist zu kompliziert und versteht nur ein Bruchteil. Und damit ist es von vornherein zum Scheitern verurteilt."

Nun gut ... ich bin da eh raus.


GrĂĽĂźe
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Re: Arnold zum heutigen Bodybuilding

Beitragvon Geek » 20 Mär 2015, 00:52

Naja, ich seh das mit dem Preisgeld nicht so wie du. In anderen Sportarten verdienen alle Profis ziemlich gut (bspw. Fußball). Im Bodybuilding kann die Top10 auf der Mr. O ganz gut davon leben und der Rest muss zusehen. Im Amateurbereich zahlt man auch grundsätzlich drauf bei den ganzen Kosten, die man hat, bspw. Startgebühr, ggf. zusätzlicher Mitgliedsbeitrag, falls das Studio nicht Mitglied beim DBFV ist plus noch die ganzen Kosten in der Vorbereitung selbst. Bei aller Liebe zum Sport, da wäre es echt schön, wenn da mal ein Euro bei herumkäme.
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Re: Arnold zum heutigen Bodybuilding

Beitragvon Dr_Frottee » 03 Apr 2015, 13:33

Klar wäre das schön, Geek. Auf der anderen Seite: Damit kommen dann "Marktnormen" zur Anwendung. D.h.: die Leute/ Athleten fangen an in den Kategorien "Was investiere ich" und "Was bekommen ich dabei heraus" zu denken. Und darunter leidet die Leidenschacht für oder die Liebe zum Sport. Sieht man ja in den Kategorien, wo es um (sehr viel) Geld geht.

Oder in Kurzform: Geld tötet Liebe und Leidenschaft. ;)
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Re: Arnold zum heutigen Bodybuilding

Beitragvon Henry » 15 Apr 2015, 12:55

Recht hat er, der Arnold - ganz klarer Sympathiegewinn - er ist und bleibt einer der Größten ... ;-)
Schaffe, schaffe, Körperle baue,
Und net nach de Fastgainer schaue.
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