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Re: Vorstellung Ragnar

BeitragVerfasst: 02 Jun 2015, 19:39
von Silbernacken
Die Kalorien sind für die Gewichtszunahme nicht unbedingt ausschlaggebend, der Körper ist in diesem Punkt stark von den Hormonen abhängig und da gibt es erhebliche Unterschiede. Auch mit viel Essen wird sich da nicht viel ändern. Bei "Dünnen" führt eine übermäßige Fresserei meist nur, wenn überhaupt, zu einem Fettbäuchlein. Wenn der übrige Teil des Körpers dünn bleibt, sieht das noch unvorteilhafter aus.
Mit zunehmendem Alter, durch Veränderung der Hormone, kommt meist dann auch die Gewichtszunahme.

Re: Vorstellung Ragnar

BeitragVerfasst: 02 Jun 2015, 21:02
von Tomcat
Genau das!
Wie gesagt, mit Anfang 20 habe ich "gefressen" aber trotzdem nix auf die Rippen bekommen (nicht mal Fett). Ab Anfang 30 habe ich dann ganz von alleine zugenommen.

Aber das muss natürlich nicht bei jedem so sein. Fakt ist aber, wenn man unter seinem kcal-Bedarf bleibt, kann das auf keinen Fall was werden. Also erst mal zusehen, dass du ausreichend und v.a. regelmäßig Nahrung zuführst. Am besten darüber Buch führen, was und wie viel du isst und auch mal über eine Woche die Kalorien und Nährstoffverteilung ausrechnen, Tools wie Kaloma oder ein Ernährungstagebuch bei fddb.info können dabei hilfreich sein.

Re: Vorstellung Ragnar

BeitragVerfasst: 03 Jun 2015, 09:19
von Dr_Frottee
Hm ...

Fakt ist, daß Gewichtszunahme ein Resultat eines Kalorienüberschusses ist. Das muß man aber ein bißchen auseinanderdröseln:

1. Gewichtszunahme meint genau das: Gewichtszunahme. Da geht's rein um Gewicht. Egal ob FFM oder Fett.

2. Ein Kalorienüberschuß ist die (positive) Differenz zwischen der vom Körper aufgenommenen Energiemenge und der vom Körper verbrauchten Energiemenge.

3. Die vom Körper aufgenommene Energiemenge entspricht nicht (immer) der zugeführten Energiemenge. Will sagen: Es kommt nicht darauf an, was wir oben in die Fressluke reinschieben -- sondern darauf, was davon im Verdauungstrakt zerlegt wird und dann letztlich über die Darmwand auch tatsächlich ins Blut aufgenommen wird.

4. Es kommt auch auf die Verträglichkeit/Bekömmlichkeit an. Denn unbekömmliche Nahrungsmittel lösen im Körper Streß in irgendeiner Form aus, was dann den Energieumsatz hochkurbeln kann. Abgesehen davon, daß man sich schlecht fühlt.


Anstatt also jetzt irgendwie Verbrauchsrechner und Kalorientabellen zu Hilfe zu nehmen, würde ich persönlich anders vorgehen:

1. Über einen gewissen Zeitraum (1-2 Monate) austesten, welche Nahrungsmittel einem bekommen (bekommen/vertragen ist etwas anderes als "gut schmecken"!!!)
2. In den Folgemonaten nur noch die bekömmlichen Nahrungsmittel essen und trinken. Dabei Buch führen über 1-2 Wochen über die zugeführten Mengen und sowie Körpergewicht + KFA + FFM + KF. Ebenfalls das Sportpensum notieren (Dauer, Körpergewicht + Durchschnittspuls)
3. Die zugeführten Makro- und Mikronährstoffe ermitteln sowie die Gewichts- etc. Entwicklung auswerten.
4. DARAUS den Kalorienbedarf zum Gewichts-/ FFM-erhalt berechnen.
5. Für Gewichtszunahme einfach in den 24 Stunden nach dem Krafttraining 20-30g Protein mehr verzehren und 200-400 zusätzliche Kalorien aus KH und/oder Fett. Einem FT-ler würde ich (bei Bekömmlichkeit) eher zu KH raten. Bei einem ST-ler scheint es egal zu sein, ob KH oder Fett.

Im Prinzip ist es ganz einfach. aber die praktische Durchführung ist aufwendig. Vor allem, wenn man nicht einfach nur Gewicht zunehmen will (da gilt die Devise: "Friss, Junge -- FRISS!!!") -- sondern wenn es Muskelmasse sein soll möglichst ohne gleichzeitig Körperfett aufzubauen.