Warum ist es wichtig, morgens ausgiebig zu frühstücken?

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Warum ist es wichtig, morgens ausgiebig zu frühstücken?

Beitragvon Wishmaster » 09 Jul 2014, 14:28

Hallo,

ich achte darauf über den Tag verteilt auf meine benötigten Kalorien zu kommen. Allerdings bin ich immer Spätstarter, d.h. ich stehe um 7:30 auf, und meine erste Mahlzeit (eine Scheibe Toast mit Nutella...) nehme ich erst zwischen 9:30 und 10:00 zu mir.

Warum mache ich das so? ==> Sicher nicht aus Faulheit oder aus Spaß. Direkt nach dem Aufstehen fühlt sich mein Magen wie "verschlossen" an. An Essen ist nicht zu denken. Es geht einfach nicht. Es ist mir zuwider, Lebensmittel in meinen Mund einzuführen. Schwer zu erklären.

Ich lese immer, man solle ausgiebig frühstücken. Warum ist das so? Was sind die Nachteile, wenn man es nicht macht? (aber dennoch über den Tag auf seine Kalorien kommt)
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Re: Warum ist es wichtig, morgens ausgiebig zu frühstücken?

Beitragvon G ixl23 » 09 Jul 2014, 14:56

Ich denke das die Empfehlung, für jemanden der traninert um Muskeln aufzubauen, FÜR ein "ausgiebiges" Frühstück dahin geht, dem Katabolismus entgegen zu wirken.
Dieser Theorie zufolge ist der Magen in der Früh leer. Also schnell Nährstoffe für Muskelaufbau und Regeneration zuführen - sprich ausgiebig frühstücken.

Wenn du jedoch in der Früh noch nicht bereit bist für Nahrung, dann hat es auch keinen Sinn, sich zwanghaft Haferflocken und Eier runter zu prügeln (aber das weißt du ja ohnehin).

LG
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Re: Warum ist es wichtig, morgens ausgiebig zu frühstücken?

Beitragvon Tomcat » 09 Jul 2014, 20:39

G ixl23 hat geschrieben:Wenn du jedoch in der Früh noch nicht bereit bist für Nahrung, dann hat es auch keinen Sinn, sich zwanghaft Haferflocken und Eier runter zu prügeln
Seh ich auch so, Menschen sind halt verschieden. Für mich wäre es undenkbar, ohne ausgiebiges Frühstück (Müsli, Brötchen, Obst, Quark, Kaffee) morgens aus dem Haus zu gehen. Kenne aber auch viele, die gar nichts runter bekommen.
Andererseits denke ich, dass das "Frühstücksverhalten" auch über unsere Erziehung im Kindesalter geprägt ist und man sich das sicherlich angewöhnen könnte, morgens zu frühstücken. :-?? Wie seht ihr das?

Und wenn man, wie Wishmaster, keine großen Mahlzeiten essen kann, und Schwierigkeiten hat, die benötigten Kalorien über den Tag zusammen zu bekommen, wäre das vielleicht einen Versuch wert.
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Re: Warum ist es wichtig, morgens ausgiebig zu frühstücken?

Beitragvon boba » 09 Jul 2014, 22:28

Ich sehe es auch so, dass es verschiedene Typen gibt. Die einen brauchen einfach n Frühstück und die anderen nicht.
Dass ein Frühstück notwendig ist, halte ich für wenig überzeugend. Der ganze Paleo-Krams geht auch davon aus, dass morgens kein Frühstück gebraucht wird, da der Mensch erstmal Nahrung beschaffen muss bevor er essen kann. Also erstmal körperlich aktiv werden, dann essen.
Für mich stellt sich - wie bei dir Wishmaster - ganz klar das Kalorienproblem. Die Kalorien, die ich morgens nicht esse, fehlen einfach am Ende des Tages! Daher habe ich es mir nach und nach angewöhnt doch zu frühstücken. Ein bisschen "Zwang" gehört da allerdings schon dazu. Bei steigt zurzeit mein Körpergewicht minimal an und das führe ich durchaus auch darauf zurück, dass ich wieder frühstücke!
Ach und nochwas: versuche mal später (!) zu Abend zu essen. Wenn ich spät abends nochmal ordentlich reinhaue, habe ich morgens oft n richtiges "Loch im Bauch". Klingt komisch, aber habe ich auch schon von anderen Leuten im Internet gelesen...
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Re: Warum ist es wichtig, morgens ausgiebig zu frühstücken?

Beitragvon Wishmaster » 09 Jul 2014, 23:03

boba hat geschrieben:ür mich stellt sich - wie bei dir Wishmaster - ganz klar das Kalorienproblem. Die Kalorien, die ich morgens nicht esse, fehlen einfach am Ende des Tages! Daher habe ich es mir nach und nach angewöhnt doch zu frühstücken. Ein bisschen "Zwang" gehört da allerdings schon dazu.

Früher hab ich gar nicht gefrühstückt, d.h. das Mittagessen war meine erste Mahlzeit. Mittlerweile fahre ich ganz gut damit, zu essen, sobald ich im Büro bin. Da setzt dann tatsächlich ein Hungergefühl ein. Hat aber gedauert und Zwang war auch mit dabei.

Mein größeres Problem ist fast, dass mein Mittagessen sehr klein ausfällt. Oft nur 250-300kcal. Wenn ich das auf 400-500kcal hochschrauben könnte, dann wäre es super. Aber das hängt davon ab, was ich mittags dabei habe bzw. was meine Frau mir gekocht hat :-)
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Re: Warum ist es wichtig, morgens ausgiebig zu frühstücken?

Beitragvon Dr_Frottee » 10 Jul 2014, 12:08

Keine Ahnung, wo diese "Empfehlung" herkommt. Ich war morgens noch nie ein guter Esser. Hab mich aber jahrelang dazu gezwungen. Resultat: Ich hab mich den gesamten Tag über beschissen gefühlt. Mittlerweile esse ich nur noch nach Hungergefühl. Bzw. ich weiß, daß ich meistens vor 12:00-14:00 keinen Hunger hab. Also warum soll ich da was essen? Weiß mein Körper nicht viel besser, was ich wann in welcher Menge brauche, als irgendjemand, der irgendwas studiert hat, dessen Regeln sich alle 10 Jahre um 180° drehen, und der mich überhaupt nicht kennt?

Und man solle KH morgens essen, weil da die Insulinsensitivität am höchsten wäre ... ja, glaubt denn irgendwer, daß die Insulinsensitivität morgens am höchsten ist, weil es morgens ist? Oder vielleicht eher, weil man morgens i.d.R. seit 10-12 Stunden nichts mehr gegessen hat?

Wenn man dann also einfach -- mangels Hungers -- weitere 2-4 Stunden nichts isst, wieso sollte die Insulinsensitivität dann plötzlich abnehmen?

Persönlich habe ich gar nicht mal so selten Tage dabei, an denen ich mittags nur nen Salat esse (Eisberg- oder Feldsalat o.ä. + eine Tomate + 4 TL Öl + 1 TL Essig) -- also nichts, was der Rede wert wäre. Dann um 16:00-17:00 trainiere. Und dann im Zeitfenster von 17:00-22:00 rund 80-90% meiner Tageskalorien zuführe.

Ich will nicht sagen, daß das besser wäre. Aber es paßt zu mir. Es fällt mir leicht. Und ich fühle mich damit wohl. Ich kenne andere, die alle 3 Stunden was zu essen brauchen und sich damit wohlfühlen.

Und genau das meine ich: Schau, womit Du Dich wohlfühlst.

Und wenn Du mehr Kalorien brauchst: Dann iss einfach mehr "gute" Fette. Hier mehr Olivenöl, dort mehr Kokosöl. 20g Leinäl täglich extra (dann stimmt auch das Omega-3 zu Omega-6-Verhältnis).
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Re: Warum ist es wichtig, morgens ausgiebig zu frühstücken?

Beitragvon Wishmaster » 10 Jul 2014, 12:42

Dr_Frottee hat geschrieben:Und wenn Du mehr Kalorien brauchst: Dann iss einfach mehr "gute" Fette. Hier mehr Olivenöl, dort mehr Kokosöl. 20g Leinäl täglich extra (dann stimmt auch das Omega-3 zu Omega-6-Verhältnis).


Ich habe probiert 2cl Öl (Raps) in meinen Weight-Gainer-Shake bestehend aus Haferflocken und OSaft einzubauen. Da bringt mir mehr Kalorien und die guten Fettsäuren.

Aber jedesmal, wenn ich damit experimentiere, wird mir übel. Ich habe eh, das Gefühl, dass zu viel Fett bei mir Übelkeit auslöst.

Tipps?
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Re: Warum ist es wichtig, morgens ausgiebig zu frühstücken?

Beitragvon Tomcat » 10 Jul 2014, 13:28

Nüsse?
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Re: Warum ist es wichtig, morgens ausgiebig zu frühstücken?

Beitragvon Wishmaster » 10 Jul 2014, 14:21

Tomcat hat geschrieben:Nüsse?
Sind gesund und haben viele Kalorien und gute Fette.

Ja, stimmt. Aber da knabber ich immer ewig hin, bis ich mal 30g drin hab :-) Hin und wieder OK, aber mein Weightgainer-Shake geht mir deutlich leichter rein.

Ich dachte mehr an Tipps wie "Nimm Öl xy, das ist bekömmlicher" oder "Kombinier das Öl mit diesem und jenem"...
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Re: Warum ist es wichtig, morgens ausgiebig zu frühstücken?

Beitragvon Dr_Frottee » 10 Jul 2014, 17:44

Zum Rapsöl fällt mir eine Aussage des Arztes und Naturheilkundlers Dr. Volkmann ein (sinngemäß): "Rapsöl? Schütten sie sich das Zeug in den Tank! Aber bitte nicht in den Körper! Rapsöl ist im unbehandelten Zustand ungenießbar!"

Die Frage beim Fett sind mMn zwei Fragen:

1. Löst wirklich generell Fett bei Dir Übelkeit aus? Oder sind es nur bestimmte Fette?
2. Wenn Fett generell bei Dir Übelkeit auslöst, dann würde ich mal untersuchen lassen, ob die fettspaltenden Enzyme oder andere Faktoren der Fettverdauung bei Dir einwandfrei funktionieren. Immerhin ist Fett (genauer: alpha-Linolensäure und Linolsäure) essentiell.

Bei mir ist es so, daß ich mit dem ach so gesunden Olivenöl massiv Probleme hab. Was nützt es mir also, wenn mir jeder Ernährungsberater oder Arzt sagt, wie gut und wertvoll Olivenöl wäre und daß ich das unbedingt essen solle? Das Gleiche mit Nüssen oder Getreide oder Hülsenfrüchten etc.

Speziell zu Dir: Wenn Du Muskelmasse aufbauen willst, mußt Du alle relevanten Nährstoffe bedarfsgerecht zuführen. MMn liegt es häufig gar nicht an zuwenig Protein oder zuwenig Kalorien, wenn man nicht aufbaut. Wäre dem so, hätte ich im letzten Jahr nicht gleichzeitig 8kg Fett ab- und 5kg Muskelmasse aufbauen können innerhalb eines halben Jahres. Das Ganze bei 1.800-2.000 kcal und nur 60-80g Protein am Tag. Gleichzeitig hab ich gute 40% an Kraft zugelegt.

Bei mir hatte ich mehr den Eindruck, daß das Essen der für mich "falschen Dinge" alles behindert hat. Deshalb ist es das, was ich Dir als Tipp mitgeben möchte: Finde heraus, was Du verträgst. Und was Du nicht verträgst. Und dann streich das, was Du nicht verträgst (oder begrenze es auf einmal die Woche, wenn es Dir soooooo dermaßen gut schmeckt). Und konzentrier Dich auf das, was Du verträgst.

Wenn Du ein Nahrungsfettproblem hast, dann finde heraus, mit welchen Fetten Du ein Problem hast. Ich persönlich vertrage z.B. Butter, Kokosfett und Leinöl sehr gut. Alle anderen Öle und Fette eher schlecht bis gar nicht. Beim Leinöl kommt es sehr stark drauf an, wo man es kauft. Ich hatte meine erste Dose (allein das hätte schon stutzig machen müssen) aus dem Reformhaus. Und dieser Geschmack hat mir heftigste Übelkeit verursacht. Hab dann 20ml pur getrunken (irgendwo reingemixt hat es alle anderen Geschmäcker übertönt) und direkt im Anschluß etwas recht Geschmacksintensives getrunken (meist O-Saft).

Hab ich nie wieder gekauft. Irgendwann hat mir ein Bekannter dann das Leinöl von der Ölmühle Solling empfohlen. Ich hatte so eine Aversion gegen Leinöl aufgrund der ersten erfahrung, daß ich mich knapp 1 Jahr lang geweigert hab, es auszuprobieren. Dann hab ich's aber doch getan -- und siehe da: DAS Zeug kann ich pur trinken ohne Probleme.

Nüsse sind auch interessant. Können Probleme machen wegen des hohen Phytatgehalts (Meteorismus, Blähungen, sonstige Magen-Darm-Beschwerden). Aber wer sie verträgt, für den sind sie sicherlich nicht verkehrt mit 20-25% Protein, 50-60% Fett und rund 10% KH. Wenn Du an 30g eine halbe Ewigkeit knabberst, dann schmeiß doch einfach 50-100g zu Deinem Shake in den Mixer und mix das Ganze 1 min lang auf einer der höchsten Stufen durch.

Oder Haferflocken: Weich die am abend vorher in Milch oder Wasser ein. Dann sind die ganz weich. Am nächsten Tag mit Milch/Wasser auffüllen und zu Deinem Shake geben. 1 min auf hoher Stufe durch´mixen. Dann merkste die fast nicht mehr.

Ich persönlich brate/dünste mir immer Gemüse in relativ viel Fett. Weil ich sonst Probleme habe, auf meine Kalorien zu kommen. 400-500g Gemüse in 30-40g Kokosöl. Und dazu ein Lachsfilet in nochmal 10-20g Kokosöl. Das sind dann 50g Fett und 450 kcal. In Olivenöl würde ich Probleme kriegen. Und bei der Menge Butter vielleicht auch.

Ich dachte mehr an Tipps wie "Nimm Öl xy, das ist bekömmlicher" oder "Kombinier das Öl mit diesem und jenem"...


Zumindest ich kann dir solche Tipps nicht geben, da ich immer wieder beobachtet habe in den letzten knapp 40 Jahren, daß Ernährung und insbesondere Bekömmlichkeit eine hochindividuelle Angelegenheit ist. So doof das ist: Das muß jeder für sich herausfinden, wenn er etwas wirklich Belastbares finden will.

Häufig hilft ein Ernährungsprotokoll, das man über 1-4 wochen hinweg führt und sich sowohl Uhrzeit und Essen/Trinken notiert als auch Uhrzeit und Beschwerden. Allerdings sollte man nicht dem Irrglauben verfallen, daß sich Reaktionen innerhalb weniger Minuten bis maximal Stunden zeigen.

Die Erfahrung hab ich letztens erst wieder gemacht. Hab es gewagt, Kakaopulver in meinen Shake zu mixen (bin ja koffeinsensitiv -- soll heißen: Koffein ist bei mir ein Kopfschmerztrigger). 2 Tage lang keine Probleme. Da hab ich innerlich gejubelt, weil ich dachte/hoffte, daß so geringe Mengen Koffein/Kakao wieder gehen würden. Ab dem dritten Tag dann täglich sehr unfreundliche Kopfschmerzen, die 800mg Ibuprofen erforderlich machten. Hab nach 3 Tagen dann das Kakaopulver sein lassen. aber die Kopfschmerzen ließen erst 2-3 Tage später nach. Seitdem wieder strikter Koffeinverzicht --> keine Kopfschmerzen mehr (und das war jetzt mittlerweile das 10. oder 11. Experiment in dieser Hinsicht in den letzten 6 Jahren).

Will sagen: Achte auch auf längerfristige Geschichten.

Ist wahrscheinlich nicht das, was Du hören willst/wolltest -- aber das ist der beste Tipp, den ich Dir geben kann bei einer so allgemein formulierten Frage.


Viele Grüße
Doc
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